DSL-Upgrade

Manchmal bringt die Telekom ja auch positive Überraschungen. Nachdem ich mich nach einiger Zeit mal wieder auf meiner Fritzbox eingeloggt habe, fiel mir auf, dass die DSL-Geschwindigkeit plötzlich bei 45 MBit/s statt, wie zuvor, bei 25 MBit/s liegt.

04.04.19 23:40:13 DSL ist verfügbar (DSL-Synchronisierung besteht mit 25088/5055 kbit/s).
05.04.19 04:16:53 DSL ist verfügbar (DSL-Synchronisierung besteht mit 45000/4246 kbit/s).

Die Leitung würde zwar auch 50000/10000 hergeben, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung ¯\_(ツ)_/¯

Synology DSM 6 und Lets Encrypt

Nachdem ich meine beiden Diskstations von DSM 5 auf DSM 6 aktualisiert habe ist es auch an der Zeit, ein Update zum Thema Let’s Encrypt zu schreiben.

Seit DSM 6 unterstüzt Synology Let’s Encrypt nativ. Das hat jedoch leider seine Einschränkungen. Da ich die Hostnamen meiner Diskstations nicht unbedingt im Certificate Transparency Log (wie bspw. crt.sh) haben möchte, verwende ich ein Wildcard-Zertifikat für die Domänen, in denen sie sich befinden.

Daher muss ich das Zertifikat direkt im System tauschen und kann nicht auf die DSM-Funktionalität zurückgreifen. Die Pfade haben sich hier wie folgt geändert:

/usr/syno/etc/certificate/system/default/cert.pem
/usr/syno/etc/certificate/system/default/privkey.pem
/usr/syno/etc/certificate/system/default/fullchain.pem

Hat man die Zertifikate getauscht muss der Webserver (nginx) neu gestartet werden. Ein Reload reicht in diesem Fall nicht aus:

synoservicectl --restart nginx

Jetzt sollte das neue Zertifikat aktiv sein.

Anrufbeantworter auf die FritzBox umziehen

Der Anrufbeantworter der FritzBox hat einen entscheidenden Vorteil: Man kann die Nachrichten per eMail bekommen. Gerade wenn man viel unterwegs ist, ist das sehr hilfreich, aber auch Zuhause ist es schlicht komfortabel.

Aber was macht man nun mit der schönen Ansage, die man vielleicht schon Jahre auf dem analogen Band hat? Gibt es einen Weg, diese Ansage in die Fritzbox zu übernehmen? Ja, mindestens einen. Meinen Weg schreibe ich hier auf.

Da ich (fast ausschließlich) auf dem Mac unterwegs bin, löse ich diese Problem mit insgesamt vier Werkzeugen: Skype, Quicktime, Soundflower und Audacity. Jedes Werkzeug erfüllt eine spezifische Aufgabe. Natürlich kann man die einzelnen Komponenten praktisch beliebig ersetzen, es geht hier mehr um den generellen Weg.

Nach der Installation von Soundflower starte ich Quicktime und öffne eine “Neue Audio-Aufnahme”. Neben dem Record-Button wähle ich als Device für diese Aufnahme “Soundflower (2ch)”. Die digitale Aufnahme ist also schon mal bereit. Im zweiten Schritt öffne ich Skype und stelle das Audio-Ausgabegerät auf “Soundflower (2ch)” um. Nun wähle ich die gute, alte Festnetznummer und lasse den Anruf ca. zwei bis drei Minuten laufen. Das sollte genug sein um alle Klingeltöne (meistens 20 bis 30 Sekunden) und die Ansage an sich aufzunehmen. Danach beende ich sowohl den Anruf, als auch die Aufnahme in Quicktime und speichere deren Ergebnis.

Jetzt haben wir eine Audio-Datei mit einigen Klingeltönen, der Ansage, einem Biep und etwas Stille. Mit Audacity schneiden wir das ganze nun zusammen. Alles vor und nach der Ansage, inklusive des Bieps, kommen weg, denn die Fritzbox hängt nachher einen eigenen Biep dran. Wenn wir mit dem Schnitt zufrieden sind exportieren wir die Ansage nun in das MP3-Format (128 kbit/s konstant, Stereo). Dafür ist das Lame-Plugin erforderlich, welches aber ohnehin nur aus einer einzigen Datei besteht, die man, aus Lizenzgründen, in den passenden System-Pfad packt.

Im letzten Schritt meldet man sich auf der Oberfläche der Fritzbox an und wählt in den Einstellungen des Anrufbeantworters die Option “Eigene Ansage”. Für den Upload wählt man die gerade erstellte MP3-Datei aus und nach wenigen Sekunden ist der neue, digitale Anrufbeantworter bereit. Inklusive alter Ansage. Tadaa!

Call-a-Bike vs. Byke

Heute (30.12.2017) bin ich zum ersten mal ein Fahrrad von Byke gefahren. Diese Räder sind relativ neu in Frankfurt und schicken sich an, dem Platzhirsch Call-a-Bike Konkurrenz zu machen. Für all diejenigen, die einen Vergleich der beiden suchen schreibe ich hier mal meine ersten Erfahrungen nieder.

Anmeldung
Die Anmeldung bei Byke ist erstaunlich einfach. Man installiert sich die App, gibt seine Handynummer ein und erhält daraufhin einen Zahlencode zur Bestätigung. Dann hinterlegt man eine Zahlungsart (PayPal oder Kreditkarte) und schon kann es losgehen. Die Anmeldung zu Call-a-Bike erschien mir damals etwas komplizierter.

Anmietung
Beide Anbieter bieten eine App, die das Finden von Rädern leicht macht. Die Call-a-Bike App wirkt dabei etwas ausgereifter, die Byke-App scheint gerade erst der Beta-Phase entschlüpft. Während man bei Call-a-Bike die Nummer des Rades in der App auswählt scannt man bei Byke einfach den QR-Code auf Lenker oder Schutzblech. Bei Byke benötigt man für das Entriegeln keine PIN, sondern kann das Schloss einfach öffnen. Die PIN-Eingabe auf den Call-a-Bike Displays fand ich immer unelegant, das hat Byke meiner Meinung nach besser gelöst. Auch, dass das Schloss einen Ton von sich gibt ist sehr hilfreich. Insgesamt liegt Byke hier leicht vorne.

Sattel
Der Sattel von Byke ist deutlich breiter als der von Call-a-Bike. Besonders angenehm finde ich, als eher großer Mann, jedoch die Höhenverstellung. Call-a-Bike setzt hier auf einen klassischen Schnellverschluss, der soweit auch gut funktioniert. Byke hat das, dank Hydraulik, etwas eleganter gelöst. Zieht man den Hebel unter dem Sattel, so kommt dieser direkt nach oben. Zusätzlich ist an der Sattelstange eine Skala, so dass man sich die passende Höhe einfach merken kann. Ein klarer Punkt für Byke.

Gepäckträger
Während Call-a-Bike hinten eine Art Gepäckträger hat verfügt Byke vorne über einen richtigen Korb. Der erste Vorteil ist, das man so seine Ladung stets im Blick hat. Wenn ich bei Call-a-Bike Sachen auf den Gepäckträger gespannt habe, habe ich regelmäßig mit der Hand nach hinten gegriffen, um zu schauen, ob noch alles da ist. Die Gepäckbänder von Call-a-Bike sind zwar gut, aber auf diese wollte ich mich nicht verlassen. Solche Gepäckbänder wären bei Byke auch schön, aber auch so finde ich den Korb praktischer. Ein weiterer Punkt für Byke.

Gangschaltung
Die Gangschaltung funktioniert bei beiden Anbietern über Grip-Shift am rechten Lenker. Während Call-a-Bike hier 7 Gänge anbietet, scheinen es bei Byke nur 3 zu sein. Warum scheinen? Mehr als den 3. Gang habe ich nirgends ausprobiert, denn dieser ist schon stramm. Die Gangschaltung bei Byke kam mir etwas leichtgängiger vor, aber vielleicht liegt das schlicht daran, dass die Räder neuer sind. Insgesamt find ich die 7-Gang-Schaltung von Call-a-Bike aber angenehmer. Der Punkt geht also an Call-a-Bike.

Fahrkomfort
Beide Räder lassen sich angenehm fahren. Für lange Strecken sind sie, aus meiner Sicht, nichts, aber für eine halbe Stunde durchaus in Ordnung. Keiner der Anbieter ist hier deutlich besser. Aus meiner Sicht daher ein Unentschieden.

Abstellen
Wie schon bei der Anmietung hat Byke den Prozess beim Abstellen etwas vereinfacht. Schließt man das Schloss, so ist die Fahrt beendet. Außerdem kann man das Fahrrad nahezu überall abstellen, was bei Call-a-Bike nicht (mehr) möglich ist. Gerade da Call-a-Bike eine meiner Lieblingsstationen kürzlich (ohne Hinweis) entfernt hat geht dieser Punkt klar an Byke.

Preis
Die jährliche Grundgebühr bei Call-a-Bike beträgt 3 Euro. Bei Byke gibt es eine solche nicht. Danach kostet die halbe Stunde bei Byke derzeit 50 Cents, bei Call-a-Bike einen Euro. Besonders, wenn man sich ein Rad für einen ganzen Tag leiht ist der Unterschied gravierend: Call-a-Bike möchte dafür satte 15 Euro, Byke lediglich 3. Ob die Preise von Byke langfristig so bleiben werden ist offen, derzeit ist Byke aber ganz klar der Preissieger.

Fazit
Byke ist eine sehr gute Alternative zu Call-a-Bike. Stünden vor meiner Haustür beide, so würde ich heute vermutlich ein Byke nehmen. Auf die Dauer wird aber natürlich wichtig sein, welches Rad in der Nähe steht. Aufgrund der Vorteile würde ich derzeit für ein Byke ein paar Minuten extra laufen. Mit der Einschränkung des Geschäftsgebiets von Call-a-Bike wird aber auch mein Ziel eine Rolle spielen. Die Strecke, die ich bisher meistens mit Call-a-Bike gefahren bin ist nun für Byke prädestiniert.

Update vom 19.07.2018: Byke hat heute den Preis auf 50 Cents für 20 Minuten angehoben. Byke bleibt für mich trotzdem erste Wahl.

Update vom 18.10.2018: Byke hat den Preis mittlerweile auf 1 Euro für 20 Minuten erhöht und ist damit nun teurer als Call-a-Bike. Dafür gibt es aber auch neue Fahrräder deren Sattel sich höher stellen lassen als zuvor und die einen (etwas kleineren) Fahrradkorb haben, der sich nicht mehr mit dem Vorderrad bewegt. Beides erhöht für mich den Fahrkomfort.

Comdirect hat das HBCI kaputt gemacht

Schon seit Jahren benutze ich AqBanking um täglich den Stand meiner Konten abzufragen. Das funktionierte bisher immer problemlos, sowohl mit Consors als auch mit Comdirect.

Seit Donnerstag, dem 17. August ist das HBCI bei Comdirect aber irgendwie kaputt. Entweder es kommt gar keine Rückmeldung, oder es wird nur das Girokonto, nicht aber das Tagesgeldkonto abgerufen. Die Hotline bestätigte mir heute (22. August), dass sie das Problem kennen aber noch keine Idee haben, woran es liegt?! Bin ich der Einzige, der das höchst bedenklich findet, dass eine Bank nicht weiß, was mit ihrem Online-Banking nicht stimmt?

Ich werde das weiter im Auge behalten und hier eventuell ein Update einfügen.