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Call-a-Bike vs. Byke

December 30th, 2017 Leave a comment Go to comments

Heute (30.12.2017) bin ich zum ersten mal ein Fahrrad von Byke gefahren. Diese Räder sind relativ neu in Frankfurt und schicken sich an, dem Platzhirsch Call-a-Bike Konkurrenz zu machen. Für all diejenigen, die einen Vergleich der beiden suchen schreibe ich hier mal meine ersten Erfahrungen nieder.

Anmeldung
Die Anmeldung bei Byke ist erstaunlich einfach. Man installiert sich die App, gibt seine Handynummer ein und erhält daraufhin einen Zahlencode zur Bestätigung. Dann hinterlegt man eine Zahlungsart (PayPal oder Kreditkarte) und schon kann es losgehen. Die Anmeldung zu Call-a-Bike erschien mir damals etwas komplizierter.

Anmietung
Beide Anbieter bieten eine App, die das Finden von Rädern leicht macht. Die Call-a-Bike App wirkt dabei etwas ausgereifter, die Byke-App scheint gerade erst der Beta-Phase entschlüpft. Während man bei Call-a-Bike die Nummer des Rades in der App auswählt scannt man bei Byke einfach den QR-Code auf Lenker oder Schutzblech. Bei Byke benötigt man für das Entriegeln keine PIN, sondern kann das Schloss einfach öffnen. Die PIN-Eingabe auf den Call-a-Bike Displays fand ich immer unelegant, das hat Byke meiner Meinung nach besser gelöst. Auch, dass das Schloss einen Ton von sich gibt ist sehr hilfreich. Insgesamt liegt Byke hier leicht vorne.

Sattel
Der Sattel von Byke ist deutlich breiter als der von Call-a-Bike. Besonders angenehm finde ich, als eher großer Mann, jedoch die Höhenverstellung. Call-a-Bike setzt hier auf einen klassischen Schnellverschluss, der soweit auch gut funktioniert. Byke hat das, dank Hydraulik, etwas eleganter gelöst. Zieht man den Hebel unter dem Sattel, so kommt dieser direkt nach oben. Zusätzlich ist an der Sattelstange eine Skala, so dass man sich die passende Höhe einfach merken kann. Ein klarer Punkt für Byke.

Gepäckträger
Während Call-a-Bike hinten eine Art Gepäckträger hat verfügt Byke vorne über einen richtigen Korb. Der erste Vorteil ist, das man so seine Ladung stets im Blick hat. Wenn ich bei Call-a-Bike Sachen auf den Gepäckträger gespannt habe, habe ich regelmäßig mit der Hand nach hinten gegriffen, um zu schauen, ob noch alles da ist. Die Gepäckbänder von Call-a-Bike sind zwar gut, aber auf diese wollte ich mich nicht verlassen. Solche Gepäckbänder wären bei Byke auch schön, aber auch so finde ich den Korb praktischer. Ein weiterer Punkt für Byke.

Gangschaltung
Die Gangschaltung funktioniert bei beiden Anbietern über Grip-Shift am rechten Lenker. Während Call-a-Bike hier 7 Gänge anbietet, scheinen es bei Byke nur 3 zu sein. Warum scheinen? Mehr als den 3. Gang habe ich nirgends ausprobiert, denn dieser ist schon stramm. Die Gangschaltung bei Byke kam mir etwas leichtgängiger vor, aber vielleicht liegt das schlicht daran, dass die Räder neuer sind. Insgesamt find ich die 7-Gang-Schaltung von Call-a-Bike aber angenehmer. Der Punkt geht also an Call-a-Bike.

Fahrkomfort
Beide Räder lassen sich angenehm fahren. Für lange Strecken sind sie, aus meiner Sicht, nichts, aber für eine halbe Stunde durchaus in Ordnung. Keiner der Anbieter ist hier deutlich besser. Aus meiner Sicht daher ein Unentschieden.

Abstellen
Wie schon bei der Anmietung hat Byke den Prozess beim Abstellen etwas vereinfacht. Schließt man das Schloss, so ist die Fahrt beendet. Außerdem kann man das Fahrrad nahezu überall abstellen, was bei Call-a-Bike nicht (mehr) möglich ist. Gerade da Call-a-Bike eine meiner Lieblingsstationen kürzlich (ohne Hinweis) entfernt hat geht dieser Punkt klar an Byke.

Preis
Die jährliche Grundgebühr bei Call-a-Bike beträgt 3 Euro. Bei Byke gibt es eine solche nicht. Danach kostet die halbe Stunde bei Byke derzeit 50 Cents, bei Call-a-Bike einen Euro. Besonders, wenn man sich ein Rad für einen ganzen Tag leiht ist der Unterschied gravierend: Call-a-Bike möchte dafür satte 15 Euro, Byke lediglich 3. Ob die Preise von Byke langfristig so bleiben werden ist offen, derzeit ist Byke aber ganz klar der Preissieger.

Fazit
Byke ist eine sehr gute Alternative zu Call-a-Bike. Stünden vor meiner Haustür beide, so würde ich heute vermutlich ein Byke nehmen. Auf die Dauer wird aber natürlich wichtig sein, welches Rad in der Nähe steht. Aufgrund der Vorteile würde ich derzeit für ein Byke ein paar Minuten extra laufen. Mit der Einschränkung des Geschäftsgebiets von Call-a-Bike wird aber auch mein Ziel eine Rolle spielen. Die Strecke, die ich bisher meistens mit Call-a-Bike gefahren bin ist nun für Byke prädestiniert.

Update vom 19.07.2018: Byke hat heute den Preis auf 50 Cents für 20 Minuten angehoben. Byke bleibt für mich trotzdem erste Wahl.

Update vom 18.10.2018: Byke hat den Preis mittlerweile auf 1 Euro für 20 Minuten erhöht und ist damit nun teurer als Call-a-Bike. Dafür gibt es aber auch neue Fahrräder deren Sattel sich höher stellen lassen als zuvor und die einen (etwas kleineren) Fahrradkorb haben, der sich nicht mehr mit dem Vorderrad bewegt. Beides erhöht für mich den Fahrkomfort.

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